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Nicole Ranft

Frau
Nicole Ranft

Tel.   034202 63759

nicole.ranft[at]yoz[dot]de

Sachsenstraße 6
04509 Delitzsch

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Jugendsozialarbeit

An wen richtet sich die Jugendsozialarbeit?

Zielgruppe der Jugendsozialarbeit sind junge Menschen, die aufgrund von sozialen Benachteiligungen oder von individuellen Beeinträchtigungen auf Unterstützung angewiesen sind. Das Angebot beinhaltet auch Programme zur Gewaltprävention und Opfer-/Täterberatungsstellen. Jugendsozialarbeit bietet hier die notwendige Hilfe zur gesellschaftlichen und sozialen Integration.

Jugendsozialarbeit im Roten Kreuz

Foto: In der Lehrküche
Foto: A. Zelck / DRK

Das DRK ist in den verschiedenen Handlungsfeldern der Jugendsozialarbeit aktiv, die mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten wahrgenommen werden:

  • Jugendsozialarbeit in der Schule/Schulsozialarbeit
  • Angebote und Betreuung im Rahmen von Ganztagsschulen
  • Übergangsmanagement: Schule-Beruf
  • Jugendberufshilfe
  • Jugendwohnen
  • Aufsuchende Jugendsozialarbeit
  • Offene Jugendsozialarbeit
  • Internationale Jugendsozialarbeit
  • Jugendsozialarbeit für junge Frauen und Männer mit Migrationshintergrund

Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind - teilweise seit längerer Zeit - arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht. In der Jugendberufshilfe werden vom DRK Projekte durchgeführt, in denen benachteiligte Jugendliche durch niedrigschwellige Angebote an die Arbeits- und Berufswelt herangeführt werden; die jungen Menschen erfahren ausbildungsbegleitende Hilfen und werden im praktischen Arbeitsbezug motiviert, qualifiziert und beschäftigt.

Das DRK bietet hier u.a. an:

  • Berufsorientierung für Schüler und Schülerinnen am Ende der Schulllaufbahn, durch allgemeine Beratung, Vermittlung von Praktika, Bewerbungstraining
  • Orientierungsprogramme, berufsbildende Angebote und Ausbildungsprogramme (teilweise in Jugendhilfebetrieben),  z.B. in den Bereichen Holz, Metall, Garten, Wald, Ökologie, Hauswirtschaft, Kunststoff, Altenpflege, Bau, Textil und Informationstechnik (Computer)
  • Hilfen für betrieblich ausgebildete Jugendliche bei der Suche nach einem Arbeitsplatz
  • Unterstützung für Jugendliche ausländischer Herkunft mit Deutschkursen, Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe, therapeutischen Angeboten sowie der Vermittlung von Lehr- und Arbeitsstellen
  • Unterstützung für junge Erwachsene beim Nachholen eines schulischen Abschlusses
  • Hilfen für junge alleinerziehende Mütter in Form von sozialpädagogischer Unterstützung, Kinderbetreuungsangeboten und langfristiger Sicherung des Lebensunterhaltes durch schulische und berufliche Qualifikationsmaßnahmen

Wer kann an den Programmen teilnehmen?

Obdachlose Jugendliche mit Hund
Foto: R. Wichert / DRK

Die Angebote des DRK richten sich  z.B. an

  • arbeitslose Jugendliche
  • besonders hilfsbedürftige Jugendliche und junge Erwachsene, wie Obdachlose, Suchtabhängige, Behinderte, Straßenkinder
  • junge Sozialhilfeempfänger
  • junge Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwächen
  • junge Menschen ausländischer Herkunft
  • Schulverweigerer
  • straffällig gewordene Jugendliche



Diese Arbeit wird u.a. in offenen Zentren, in Jugendhöfen, in Ausbildungsbetrieben oder in Ferienfreizeiten geleistet.

Gewaltprävention und soziale Trainingskurse (Kopie 1)

Tafelbild des Gewaltpräventionsprogramms
Foto: S. Rosenberg / DRK

Kriminalität und Gewalt dürfen nicht zum Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen werden. Mit einer Reihe von Programmen beteiligt sich das  Deutsche Rote Kreuz an den Bemühungen, Entstehung und Ausbreitung von Gewalt zu  verhindern.

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht häufig der Jugendliche, der mit dem Gesetz bereits in Konflikt geraten ist. Jugendgerichte haben die Möglichkeit, Straftäter zur Teilnahme an "sozialen Trainingskursen"  zu verpflichten (statt Haftstrafen zu verhängen). In anderen Projekten wird nicht nur mit den Tätern, sondern auch mit Opfern, potentiellen Opfern und dem gesamten sozialen Umfeld gearbeitet.

Beispiel "Sozialer Trainingskurs"

Der DRK-Kreisverband Reichenbach (Sachsen) bietet straffälligen jungen Menschen zwischen 14 und 21 Jahren die Chance, in sozialen Trainingskursen ihr Leben neu zu ordnen.

Die Projektmitarbeiter gehen mit Trainingskursen, mit Einzelbetreuung oder auch mit Verkehrserziehung auf die Jugendlichen zu. Sie stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Wohnungs- oder Arbeitsplatzsuche zur Seite, kümmern sich um Gerichtskontakte und Gerichtshilfe, Täter-Opfer-Ausgleich und die Familienhilfe.

Projekt "Abzieher" der "Bremer Boje"

Die "Bremer Boje" ist eine Anlaufstelle für alle, die als Täter, Opfer oder als Pädagoge vom "Abziehen" betroffen sind. "Abzieher" nennt man jene vorwiegend jungen Menschen, die unter Gewaltandrohung bevorzugt andere Jugendliche zur Herausgabe von Geld oder Gegenständen zwingen.

Die "Bremer Boje":

  • leistet präventive Arbeit mit Tätern, Opfern, Eltern, Lehrern
  • hilft den Opfern und den Tätern, durch soziale Gruppenarbeit, Einzelfallbetreuung und Konfliktschlichtung
  • betreut die jugendlichen Straftäter im Rahmen eines Strafverfahrens
  • bringt die mit diesem Problem befassten Einrichtungen und Initiativen an einen Tisch
  • und wertet die bisher zu diesem Thema geleistete Arbeit aus.

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