Ansprechpartner
Frau
Birgit Körber
Tel. 0160 4711242
birgit.koerber[at]drk-delitzsch[dot]de
Eilenburger Str. 65
04509 Delitzsch
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DRK vor Ort
Beratung für pflegende Angehörige
Wenn man selbst oder ein Angehöriger pflegebedürftig wird (nicht nur aus Altersgründen möglich), kommen viele neue organisatorische Details auf die Betroffenen zu. Um Ihnen auf diesen ersten beschwerlichen Metern entgegen zu kommen, hält der DRK-Kreisverband Delitzsch seit Anfang Mai 2011 folgendes neue Angebot vor: Beratungsstelle für pflegende Angehörige.
Als anerkannter Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege engagiert sich das Deutsche Rote Kreuz im Bereich der Altenhilfe und Altenpflege, von der ambulanten Pflege über hauswirtschaftlicher Hilfe bis hin zum Essen auf Rädern im besonderen Maße.
Beratungsstelle für pflegende Angehörige: Frau Birgit Körber, Leiterin der DRK-Sozialstation, beantwortet Ihnen kompetent alle Fragen rund um das Thema Pflege.
immer montags, 14.00 – 15.00 Uhr
DRK-Service- und Schulungszentrum, Ludwig Jahn-Straße 4, 04509 Delitzsch
immer donnerstags, 14.00 – 15.00 Uhr
DRK-Sozialstation, Märchenweg 2, 04509 Rackwitz
Individuelle Termine können jederzeit unter Tel. 034202 3094-0 vereinbart werden.
Wo ist man versichert?

- Foto: Agentur Heuer
Die meisten Krankenversicherten sind auch bei ihrer Krankenkasse pflegeversichert. Der Pflegeantrag muss also bei der Pflegekasse der eigenen Krankenversicherung gestellt werden. Anders sieht es aus, wenn die Versicherten eine private Pflegeversicherung abgeschlossen haben. In diesem Fall muss dort der Antrag gestellt werden.
Wer gilt als pflegebedürftig?
Als pflegebedürftig gelten Menschen, die auf ständige Hilfe bei regelmäßig wiederkehrenden Aktivitäten des täglichen Lebens angewiesen sind.
Dazu gehört Hilfe:
- bei der Körperpflege
- bei der Nahrungsaufnahme
- beim Aufstehen und Zubettgehen
- beim An- und Auskleiden
- beim Gehen und Stehen
Bei der Einstufung in eine Pflegestufe werden vor allem Zeiten anerkannt, die sich auf Tätigkeiten der Grundpflege, wie Körperpflege, Toilettengänge und Nahrungsaufnahme beziehen. Darüber hinaus wird aber auch Zeit für hauswirtschaftliche Hilfe anerkannt.
Wie stellt man den Antrag?
- Foto: D. Ende / DRK
Der Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung kann formlos und sogar telefonisch gestellt werden.
Im Anschluss schickt die Pflegekasse oder die private Pflegeversicherung ein Antragsformular. Wer den Antrag stellt, muss sich überlegen, ob Sachleistungen, Geldleistungen oder eine Kombination aus beidem gewünscht sind.
Sachleistungen
Bei Sachleistungen übernimmt ein ambulanter Pflegedienst die Pflege. Er rechnet die Leistungen zum Höchstbetrag der jeweiligen Pflegestufe direkt mit der Pflegekasse ab.
Geldleistungen
Stattdessen kann der Pflegebedürftige auch selbst Pflegegeld beziehen. Der oder die Betroffene übernimmt damit selbst die Verantwortung für eine ausreichende Pflege. Das Geld wird von der Pflegekasse direkt an die pflegebedürftige Person überwiesen.
Wie beurteilt man die Pflegebedürftigkeit?
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) kommt circa drei bis fünf Wochen nach Antragsstellung zu den Betroffenen nach Hause und erstellt ein Gutachten. Bei der Begutachtung werden aus Kostengründen nur gesetzlich festgelegte Leistungen des täglichen Lebens berücksichtigt. Pflegende Angehörige und Betroffene sollten sich auf den Besuch des Gutachters gut vorbereiten und gegebenenfalls ein Pflegetagebuch führen. Darin gilt es festzuhalten, wie viel Zeit für welche Leistungen täglich aufgewandt werden muss.


